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Wissen Sie, was Diphtherie oder Haemophilus influenzae wirklich ist?
Können Sie erklären, was bei einer Impfung passiert? Nicht wirklich, oder?

Hier die Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen zu den üblichen Standard-Impfungen:

Bei einer Impfung wird der Körper auf den “Ernstfall” Erkrankung vorbereitet, indem er mit minimalen Mengen des jeweiligen Erregers infiziert wird. Dieser wurde abgetötet oder abgeschwächt. Er wird in den Muskel oder unter die Haut gespritzt. Durch die geringe Menge des Erregers erkrankt man nicht, wird aber immun, weil unser Körper so genannte Antikörper produziert. Kommt es dann zum Ernstfall, also zur Erkrankung, sind die Antikörper zur Stelle. Doch das Wichtigste: Der Schutz wird aufgebaut, ohne dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit besteht.

  • DIHPHTERIE
    ist eine bakterielle Infektionskrankheit, deren schwerer Verlauf durch Giftstoffe verursacht wird.
    Übertragen wird sie mittels Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch durch Anhusten, Sprechen oder Niesen, ähnlich wie eine Grippe.
    Hat man sich angesteckt, treten 2 bis 5 Tage danach allgemeine Beschwerden auf. Mögliche Folgen können auch Kreislaufschock mit Blutdruckabfall, Blutungsneigung, Herzmuskelentzündungen mit Herzversagen, Lähmungen und Nervenentzündungen sein. Diese schwerste Verlaufsform kann tödlich enden. Obwohl nur jeder fünfte Infizierte an Diphtherie erkrankt, kann er die Krankheit übertragen.
    Einen wirksamen Schutz bietet nur eine Impfung, die bei Erwachsenen alle 10 Jahre aufgefrischt werden muss
  • HAEMOPHILUS INFLUENZAE Typ B (HIB)
    wird auch HIB-Infektion genannt. Es ist eine besonders schwere, sogar lebensbedrohliche Form der Hirnhautentzündung. Besonders gefährdet sind Kinder bis zu drei Jahren.
    Übertragen wird die Krankheit durch Tröpfcheninfektion. Bei Infizierten können nach drei bis fünf Tagen Hirnhautentzündung mit bleibenden Lähmungen, Anfallsleiden, geistige Behinderung oder Kehldeckel- und andere Entzündungen auftreten. Weil die Krankheit sehr schwer ist, wird die Impfung für alle Säuglinge empfohlen.
  • HEPATITIS B
    ist die gefährlichste Form der Hepatitis und führt zu einer Entzündung der Leber. Das Virus wird über das Blut übertragen. Besonders hoch ist die Gefahr der Übertragung beim Geschlechtsverkehr.
    Jährlich infizieren sich in Deutschland etwa 50.000 Menschen. Die Krankheit kann folgenlos ausheilen. Bei 5 bis 10 Prozent der Fälle kommt es jedoch zu chronischen Beschwerden, woraus sich Leberzirrhose oder Leberkrebs entwickeln kann. Kinder sollten bereits im Säuglingsalter geschützt werden, um optimal vorzubeugen. Spätestens jedoch sollten sie als Jugendliche geimpft werden. Nicht geimpfte Erwachsene sollten die Impfung nachholen.
  • KEUCHHUSTEN (PERTUSSIS)
    ist eine akute, bakterielle Erkrankung, die durch heftige, teilweise mit Atemnot verbundene Hustenanfälle gekennzeichnet ist. Obwohl die Erkrankung in allen Altergruppen auftreten kann, kommt die Hälfte der Fälle bei Kindern unter zwei Jahren vor. Anstecken kann man sich durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel beim Sprechen oder beim Husten. Wer sich infiziert hat, bei dem treten nach etwa 10 bis 14 Tagen Hustenanfälle mit Atemnot, selten Mittelohr- und Lungenentzündung auf. In den schlimmsten Fällen führt die Krankheit zu bleibenden Hirnschädigungen.
    Schützen kann man sich nur durch Impfung.
  • KINDERLÄHMUNG (POLIOMYELITIS)
    ist eine Infektionskrankheit, bei der es durch den Befall des zentralen Nervensystems zu Lähmungen kommen kann. Die Erkrankung tritt vor allem bei Kleinkindern, aber auch bei älteren Kindern und Erwachsenen auf. Obwohl sie eigentlich bis zum Ende des Jahres 2000 ausgerottet sein sollte, steigt die Anzahl der Fälle wieder.
    Die Infektion verläuft meistens symptomlos. Wenn Lähmungen auftreten, können sie alle Muskeln einschlie├člich der Atemmuskeln betreffen. Meist bleiben dann auch dauernde Behinderungen zurück.
    Anstecken kann man sich durch Schmierinfektionen, aber auch durch Trinkwasser und Lebensmittel, die mit dem Erreger durch menschliche Ausscheidungen verseucht sind.
    Eine Impfung ist der einzige Schutz gegen die Krankheit.
  • MASERN
    gehört zu den Kinderkrankheiten und ist eine Hochansteckende, akute Viruserkrankung, die durch Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung der Augen und den typischen Masernausschlag gekennzeichnet ist. Als Komplikation kann es zu Mittelohr- oder Lungenentzündung, Krupp sowie im schlimmsten Fall zu einer Hirnhautentzündung kommen. Zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet eine Impfung, die als Kombiwirkstoff zusammen mit Mumps und Röteln verabreicht wird.
  • MUMPS
    früher unter dem Namen ZIEGENPETER bekannt, zählt ebenfalls zu den so genannten Kinderkrankheiten. Es ist eine akute, ansteckende Viruserkrankung, die durch eine schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüse gekennzeichnet ist.
    Übertragen wird das Virus durch Tröpfcheninfektion. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt 2 bis 4 Wochen. Im schlimmsten Fall kann die Erkrankung zur Hirnhautentzündung führen. Bei Männern kann es auch zu Entzündung der Hoden, die oft Sterilität zur Folge hat, kommen und bei Frauen tritt selten eine Eierstockentzündung auf. Möglicherweise kann auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auftreten. Vor der Krankheit zuverlässig schützen kann eine Impfung.
  • TELN
    ist für Kinder meist ungefährlich. Erwachsene hingegen können an Rheumatismus erinnernde Gelenkentzündungen bekommen. Erkrankt eine Frau, in den ersten Schwangerschaftsmonaten an Röteln, so kann das Kind Fehlbildungen entwickeln. Insbesondere drohen Fehlbildungen der Augen, Herzfehler und eine Schädigung des Innenohrs. Nach 2 bis 3 Wochen bekommen Erkrankte Fieber, roten Ausschlag und Lymphknotenschwellungen.
    Anstecken kann man sich durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch, zum Beispiel durch Anhusten.
    Anstecken kann man sich bei Erkrankten bereits einige Tage, bevor die ersten Krankheitsanzeichen sichtbar aufgetreten sind. der beste Schutz ist die Impfung, die seit 1981 empfohlen wird.
  • TETANUS
    wird auch als Wundstarrkrampf bezeichnet und führt noch heute bei bis zu 50 Prozent aller Fälle zum Tode.
    Die Tetanusbazillen halten sich besonders im Boden auf und dringen bei Verletzungen tief in den Körper ein. Kleine Schnitt-, Kratz- oder Schürfwunden reichen aus, um zu erkranken.
    Ausgelöst wird die Krankheit durch einen Giftstoff, den die Tetanusbakterien bilden. Treten nach einer Inkubationszeit von 2 bis 14 Tagen die ersten Symptome auf, ist das produzierte Gift bereits in die Nervenbahnen eingedrungen. Eine dann sofortige Antibiotikatherapie kann nur die Bakterien bekämpfen, das Gift hingegen nicht neutralisieren. Schützen kann nur eine Impfung, die auch bei Erwachsenen aufgefrischt werden muss. Die Krankheit wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Bringen Sie bitte regelmä├čig Ihre Impfpässe und die Ihrer Kinder mit, damit wir kontrollieren können, ob Impfungen aufgefrischt werden müssen.